Faszination 3D

Die Faszination für 3D- bzw. Stereobilder begleitet mich bereits seit meiner Kindheit. Zu meinem Glück gesellte sich die Neugier auf fremde Länder und Kulturen auf vielfältige Art und Weise zu erleben hinzu.

So halte ich bereits mit meinen ersten Reisen nach Pakistan und Bolivien mitte der 1990er Jahre die Geschichten und Erlebnisse in räumlichen Bildern fest. Dadurch bleiben nicht nur Details erlebbar, wie man sie nur vor Ort sehen kann, sondern durch Spezialdisziplinen wie Makro- oder der Großbasis-Stereofotografie entstehen Bilder, die mit bloßem Auge so gar nicht wahrnehmbar wären.

Es ist mir eine besonderer Freude das Erlebte in bester Bild und Tonqualität mit meinem Publikum zu teilen und die Reaktionen auf das „Mitten-Drin-Erlebnis“ zu beobachten.

Auf Reisen

Am Tanganyikasee bei Kipili, Tansania

Begegnungen mit Menschen, Unterwegssein in grandiosen Naturkulissen oder schillernde Unterwasserwelten – das sind nur einige der Motivationen weswegen ich immer wieder in die Welt hinausziehe. Von diesen Erfahrungen möchte ich später möglichst realistisch und eindrucksvoll berichten, daher fotografiere und filme ich in 3D.

Bei meinen Reisen werde ich oft gefragt warum denn die Kamera zwei Objektive hat. Den daraus resultierenden 3D-Effekt mit Worten zu erklären ist schwierig, gerade in ärmeren Regionen wo auch heute viele Menschen noch nie einen 3D -Film im Kino gesehen haben und keinerlei Vorstellung haben was 3D überhaupt ist. Daher hatte ich früher immer einen Stereo-Diabetrachter mit einem aussagekräftigen 3D-Dia dabei. Den habe ich dann einfach herumgereicht und mich an den „Aahs“ und „Oohs“ erfreut. So ist allein die umgehängte 3D-Kamera oftmals schon eine gute Eröffnung für Gespräche und anschließende Porträtsessions. Inzwischen verwende ich statt des Betrachters eine 3D-Kamera mit einem autostereoskopischen Display und dann können die Menschen ihr eigenes Portrait auch sofort ohne 3D-Brille in 3D bewundern.

Hinter der Kamera

3D Filmen mit der Panasonic Z10000

Zum Einsatz kommen die verschiedensten Kameras, je nach Situation. Einige Modelle wurden von der Industrie von Grund auf als 3D Kamera konzipiert (z.B. die Panasonic Z10000), andere bestehen aus einer Kopplung zweier 2D Kameras die dann mittels einer Elektronik synchronisiert werden, z.B. zwei Sony NEX Kameras.

Zu beachten ist auch die Stereobasis – also der Abstand zwischen linkem und rechtem Objektiv der Kameras. Normalerweise beträgt dieser ca. Augenabstand, also etwa 65mm. In besonderen Situationen werden aber auch andere Abstände benötigt. Generell gilt: je weiter das Motiv entfernt ist desto größer sollte die Stereobasis sein um einen 3D Effekt zu bekommen.
Bei Selfies oder in Actionsituationen wo ich mich oft selbst filme sind die Aufnahmedistanzen meist recht klein. Dann verwende ich zwei Gopro-Kameras. Eine steht dabei auf dem Kopf, mit dem Zweck die Objektive näher aneinanderzubringen. Auf diese Weise beträgt die Stereobasis dann nur 35mm.

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Zwei Gopro Kameras in einem speziellen 3D Gehäuse

Andersherum ist es bei Motiven mit größeren Distanzen, z.B. bei Tierfotografie. Dann kommen zwei Canon Spiegelreflexkameras zum Einsatz die – nebeneinandermontiert – eine Stereobasis von ca. 150mm ergeben.

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Zwei Canon Spiegelreflexkameras im Abstand von ca. 150mm ermöglichen auch bei etwas weiter entfernten Motiven auch einen wahrnehmbaren 3D Effekt

Bei Landschafts-Zeitraffern ist die Stereobasis dann noch größer, 1 bis 10m. Dazu baue ich zwei Stative in entsprechendem Abstand auf und richtige die darauf befindlichen Kameras möglichst genau auf ein Referenzobjekt in der Landschaft aus. Bei Motiven ohne wesentliche Bewegungen mache ich die Aufnahmen einfach nacheinander und bewege mich zwischen den Aufnahmen eine gewisse Distanz weiter. Sehr geeignete Situationen sind z.B. auf einem fahrenden Schiff oder im Flugzeug. Die Bewegung dieser Verkehrsmittel nutze ich um die Stereobasis zu bekommen – und brauche dafür nicht einmal eine Stereokamera. Eine ganz normale 2D Monokamera genügt. Aufgrund der größeren Stereobasis bekomme ich dann Aufnahmen mit einem gewissen Spielzeuglandeffekt – eine sehr beeindruckende Art der stereoskopischen Visualisierung.

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Bei sehr weit entfernten Motiven beträgt die Stereobasis mindestens 1m, manchmal sogar noch mehr

Im Vortragssaal

Auftritt vor 700 Zuschauern in der Mundologia-Reihe in Freiburg

„Aah“ und „Ooh“ – so klingt es oft bei den ersten projizierten Bildern meiner Shows. Besonders bei solchen Motiven, bei denen das Motiv scheinbar aus der Leinwand herauskommt und z.B. der Haifisch scheinbar mitten durch den Saal schwimmt.
Eine andere Art von Aufnahmen die auch immer wieder ein hörbares Staunen hervorrufen sind Bilder bei denen die Landschaft wie auf einer Spielzeugeisenbahn erscheint. Eine visuelle Wahrnehmung die wir mit bloßem Auge in der Realität so gar nicht sehen können. Erst durch eine spezielle 3D Aufnahmetechnik wird dieses Erlebnis möglich und diese ungewohnte Perspektive läßt die Zuschauer regelrecht in das Bild versinken und lange auf Details verweilen.
All dies führt zu tollen Gesprächen mit dem Publikum während der Pause oder nach dem Vortrag. Die Fragen der Zuschauer beziehen sich dann auch eher auf auf die 3D-Fotografie – weniger auf das Vortragsthema.

Themen

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Fauchende Geysire, brodelnde Schlammtöpfe und gewaltige Gletscher in endloser Weite - Island ist ein Traum für jeden Naturliebhaber. Per Auto, Fahrrad und auf Islandpferden hat Stephan Schulz diese Insel zu allen vier Jahreszeiten erkundet. Und betauchte das mit 120m Sichtweite klarste Wasser der Welt sowie einen spektakulären Unterwasserschornstein, wie er sonst nur in der Tiefsee vorkommt.